Weißenkirchen an der Donau, Wachau
Es ist 14 Uhr, und ich erhalte ein SMS von Marlies, Chefin vom Hotel garni Donauhof mit dem Inhalt: “Habe gerade Zeit, bin mit dem Fahrrad am rechten Donauufer, magst Du rüber kommen, der Blick nach Weißenkirchen ist wunderschön.“
Heute sind keine Ab- und Anreisen im Gästehaus, das heißt ich kann mich tatsächlich loseisen, nehme mein Fahrrad und überquere die Donau mit der Rollfähre. Die Fährleute scherzen noch, ob denn heute noch irgendwelche Hoteliers in ihrem eigenen Betrieb sind, oder ob alle auf einen Ausflug ans andere Wachau-Ufer unterwegs sein. Der Wind bläst mir bei der Fährfahrt um die Ohren, bei der ca. 10minütigen Donauüberfahrt sehe ich Ausflugsschiffe, Lastenkähne und Kreuzfahrtschiffe. Der Donauradweg am rechten Ufer führt durch Weingärten, Marillengärten und Augebiet. Der Ausblick ans linke Ufer nach Weißenkirchen ist atemberaubend: Durch die etwas andere Perspektive erkenne ich all die bekannten Rieden von Weißenkirchen: Ried Vorderseiber, Ried Ritzling, Ried Achleithen, Ried Klaus. Endlich entdecke ich Marlies auf einem Bankerl sitzend, das Fahrrad daran angelehnt und wir entschließen uns auf den Radausflug zu verzichten und lieber ein Glaserl Riesling auf die Schönheit unserer Heimat – der Wachau – zu trinken.


























