Grüner Veltliner

Verfasst von Maria Rosenberger on 10. Juni 2010 in Allgemein, Genuss, Wein, Wissenswertes - Keine Kommentare
Grüner Veltliner - Genuss in der Wachau

Grüner Veltliner - Genuss in der Wachau

Der Grüne Veltliner gehört zwar dem Namen nach zur Vetlinerfamilie, ist botanisch aber nicht mit ihr verwandt. Deshalb ist der Grüne Veltliner ist nicht näher mit dem Frühroten Veltliner verwandt. Jetzt ist geklärt, welche Rebe, neben dem Traminer, das zweite Elternteil des Grünen Veltliners ist: der St. Georgen.

Der Grüne Veltliner stammt nach Untersuchungen des Vereins Dorfblick von einer Rebe ab, die im Ortsteil St. Georgen der Burgenländer Gemeinde Eisenstadt gefunden wurde. Der Rebstock gilt als einziger Vertreter dieser Sorte, die den Namen St. Georgen erhielt. Das andere Elternteil des Grünen Veltliners ist der Traminer. Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass sich die Eigenschaften des St. Georgen beim Veltliner-Nachkömmling deutlich stärker durchgesetzt haben als jene des Traminers. Die Rebe wird derzeit vermehrt, in wenigen Jahren soll ein Wein aus der Sorte St. Georgen gekeltert werden.

Grüner Veltliner und seine Ursprünge

Spuren weisen zwar in die Römerzeit zurück, doch urkundlich nachweisbar ist Grüner Veltliner erst im 18. Jahrhundert in Niederösterreich nördlich der Donau und in den angrenzenden Weinbaugebieten der March und Thaya sowie im Gebiet des Manhartsberges. Um 1874 wurde der Grüner Veltliner als eine neue Rebsorte gehandelt.

Der Grüne Veltliner ist eine weiße Rebsorte. Die in Österreich, insbesondere in Niederösterreich, am weitesten verbreitete Traube wird außerhalb ihrer Heimat wenig angebaut. Sie gedeiht besonders gut in der Wachau, auf Lössböden wie im nördlichen Weinviertel, wo die Rebe in Boden und Klima optimale Voraussetzungen findet, ebenso im Kamptal, Kremstal und am Wagram. Im 20. Jahrhundert wiederentdeckt, ist sie heute die Traube in Österreich, wo sie im Jahr 2009 mit 32,6 % der bewirtschafteten Gesamtrebenfläche mit Abstand den ersten Platz belegt.

Darf es ein Grüner Veltliner für Sie sein?

Ein guter Grüner Veltliner besticht durch seine Frische am Gaumen und ist, entgegen landläufiger Meinung, die auf vielen eher mäßigen Veltlinern beruht, durchaus lagerfähig. Bei Verkostungen älterer Weine beeindrucken hochwertige Veltliner immer wieder durch ihre erstaunliche Frische. Charakteristisch sind die grünlich-gelbe Farbe und ein ausgeprägtes, würziges Bukett mit dem oft typischem Pfefferl und einer knackigen Zitrusfrische in der Jugend. Der Veltliner gedeiht besonders gut auf Lössböden in Niederösterreich und gibt besonders elegant-mineralische Weine auf den Urgesteinsböden der Wachau.

Über den Autor

Ein herzliches „Grüß Gott“. Mein Name ist Maria Rosenberger und seit über zwanzig Jahren bin ich die Donauwirtin in Weißenkirchen in der Wachau. Bei uns im Haus bin ich nicht nur Gastgeberin, sondern auch Küchenchefin unseres Restaurants.

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