Die Rebsorte Grüner Veltliner überzeugt auch in der Wachau
Dass Österreich als Weinland nach den Süßweinen ausgerechnet mit dem Produkt Grüner Veltliner international Furore machen wird, hätte vor zehn Jahren noch kaum jemand zu denken gewagt. Auslöser für die Entdeckung des Grünen Veltliners war eine verdeckte Verkostung, die von renommierten internationalen Weinexperten, Händlern und Journalisten 2002 organisiert wurde. Die Veltliner schnitten hervorragend ab.
Grüner Veltliner auf der Überholspur
Seither gelten sie als die geschmackvoll-fruchtige Alternative unter den Weißweinrebsorten und werden als Abwechslung zu den immer weiter verbreiteten Einheitsweinen internationaler Stilistik hoch geschätzt. Bemerkenswert ist die Bandbreite der Weinstile, die mit der Rebsorte „Grüner Veltliner“ möglich sind: leicht, unkompliziert und „süffig“ am Beginn des Geschmackspektrums, kann er aber auch einen kräftigen, vielschichtigen Wein mit großem Lagerpotenzial ergeben, der – wie Riesling-Terroir perfekt in die Flasche bringt und so Weinfreunde auch als Solist zu begeistern vermag.
Grüner Veltliner ist als Speisenbegleiter sehr beliebt
Ausdrucksstark und komplex sind auch Prädikatsweine aus der Rebsorte Grüner Veltliner. Charakteristisch bei jeder dieser Ausprägung ist eine fruchtigwürzige Note, das viel besungene „Pfefferl“, eine Geschmacksnote, die an frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer erinnert. Je nach Boden fällt der Veltliner unterschiedlich aus: kräftig und rassig auf Löss, feinwürzig und mineralisch auf Urgesteinsböden. Auf Lehm und Tonböden zeigt er sich wieder etwas robuster. Als Speisenbegleiter ist er trotz seiner eigenständigen Aromatik so etwas wie ein Universalist: Einerseits passt er hervorragend zur traditionellen österreichischen Küche, eignet sich aber auch – beispielsweise als gehaltvollerer Typ – bestens zu den Speisen der asiatischen oder orientalischen Küche.
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