Vor 10 Jahren, als auch das jüngste meiner vier Kinder „aus dem Gröbsten raus war“ – meine Tochter war damals 10 Jahre alt, – suchte ich eine neue Herausforderung und begann für den Tourismusverein Weißenkirchen in der Wachau zu arbeiten. Zunächst betreute ich „nur“ das Informationsbüro in unserer Gemeinde, später engagierte ich mich auch im Verein selbst, dessen Obfrau ich seit einigen Monaten bin. Im vergangenen Jahr absolvierte ich zusätzlich eine Ausbildung zur Natur- und Landschaftsführerin und derzeit stecke ich gerade mitten in einem Kurs zur Kräuterpädagogin.
Von meiner Großmutter hab ich das Interesse an den Kräutern und Pflanzen mit auf den Weg bekommen. Ich bin gerne in der Natur und streife oft stundenlang durch den Wald und die Weingärten (im Neudeutsch unserer Zeit müsste ich wohl sagen „ich walke“). In Weißenkirchen biete ich für die Gäste auch Kräuterwanderungen und ab Herbst auch Kräuterseminare an. Für viele Leute gehörten diese Dinge zum Beruf, für mich sind es eigentlich Hobbies. An langen Winterabenden schmökere ich gerne in Kräuterbüchern oder arbeite an einem neuen Patchwork-Projekt.
Seit einigen Wochen hat sich ein ganz neuer Aspekt in mein Leben gesellt: ich bin Oma geworden und meine Enkeltochter kommt im Kinderwagen mit auf meine Wanderungen. Wenn noch Zeit bleibt helfe ich meinem Sohn und meiner Schwiegertochter, die den Familienweinbaubetrieb übernommen haben, in den Weingärten oder beim Heurigen.
Neue Ideen rund um den Tourismus sind mir sehr wichtig und ich habe stets ein offenes Ohr dafür. Mein Lebensmotto lautet: Lebe im Hier und Jetzt und tu alles, was du tust aus ehrlicher Überzeugung und mit voller Aufmerksamkeit.









