An einem Festtag wird in der Wachau oft Tracht getragen
Wir hatten heuer ein verlängertes Wochenende in Weißenkirchen gebucht, im Gästehaus Heller in Weißenkirchen. Bei Familie Heller haben wir uns wohlbehütet und gut aufgehoben gefühlt. Frau Heller und auch die Seniorchefs (beides pensionierte Schneidermeister) haben uns mit vielen Tipps versorgt, und uns auch immer die besonders interessanten Restaurants und Heurigen empfohlen.
Morgens wurden wir im neuen gemütlichen Frühstücksraum mit Wachauer Spezialitäten wie Wachauer Laberl mit Wachauer Marillenmarmelade verwöhnt, die Auswahl ist gross, jeder findet etwas nach seinem Geschmack. Abends sind wir des öfteren noch im „Schneiderstüberl“ mit anderen Gästen zusammengesessen und haben bei einem Glas Wachauer Wein Urlaubserlebnisse ausgetauscht.
In der aufliegenden Wocheninfo des Tourismusvereines war für den Fronleichnamsumzug angekündigt.
Wir kennen so etwas nicht von uns zu Hause, also sind wir schon gespannt.
Am Fronleichnamstag wurden wir um 7 Uhr früh mit Blasmusik geweckt, meine Frau meinte: „Nanu doch ein Glas Wein zuviel gestern, ich höre Musik?!“ Ich schnappte sofort meinen Fotoapparat und lief zum Fenster, vorm Haus stand die versammelte Trachtenkapelle mit Feuerwehrkommando u. spielte der Fam. Heller, und auch uns Gästen ein Ständchen. Frau Heller meinte noch scherzhaft beim Frühstück: „Die Trachtenkapelle Wösendorf haben wir extra für Sie als Wecker aufmarschieren lassen.“ Wir begleiteten den Fronleichnamsumzug. Etliche Häuser hatten mit Blumen geschmückte Hausaltäre aufgebaut, am Weg des Umzuges waren die Hauswände mit Birkenzweige abgedeckt. Die Erstkommunikanten marschierten mit feierlicher Miene und die Sänger des Kirchenchores trugen die originale Wachauer Tracht mit Goldhaube. Der feierlich begangene Tag war für uns so was wie ein Extra-Bonbon des Wachauaufenthaltes.

















