Unsere Zimmerwirtin hat uns im letzten Wachauurlaub den Tipp gegeben, wir sollten beim Heurigen mal eine Saumaise probieren. Ich sprach aus was ich mir in dem Moment durch den Kopf ging: „Igitt, ich dachte ihr Wachauer seid Genussmenschen, so kulinarische Verfehlungen hätte ich euch gar nicht zugetraut.“
Lachend hat uns Frau Heller aufgeklärt: Bei einer Saumaise handelt es um ein rundes Gebilde, Hackfleisch (die Österreicher sagen ja Faschiertes), welches in einem Schweinenetz geräuchert wird. Die Saumaise gibt es dann als deftige Speise (aß man früher gerne im Winter) warm gekocht mit Sauerkraut oder, eben wie beim Heurigen, kalt als Aufschnitt mit Senf.
Mutig haben wir dann am gleichen Abend noch einen Heurigen gesucht mit Saumaise auf der Jausenkarte. Was soll ich sagen, wir waren restlos begeistert u. haben uns vor der Heimfahrt noch beim Metzger eingedeckt, diese Saumaisen gibt es für den Transport einfoliert. Zu Hause haben wir uns dann die Durststrecke bis zum nächsten Urlaub verkürzt: Wachauer Saumaise fein aufgeschnitten und ein Glas frischen Grünen Veltliner.
Edeltraut und Peter Bicket, Bochum



















Ein Kommentar on "Saumaise"
liest sich wie ein Reiseführer für Geniesser
bin zufällig auf den blog gestossen u. habe ihn in meine abos eingefügt, freu mich auf weitere kommentare