Es gibt Dinge im Leben die nicht gut, weniger gut, gut, sehr gut und einmalig sind. Wir kamen von einer Österreich Rundreise und wollten zum Abschluss 2-3 Tage in der Wachau verbringen. Ein Muss, die guten Tröpferl, gutes Essen und vieles mehr.
Es war gegen 21:00 Uhr als wir müde in Weißenkirchen ankamen. Wir suchten nach einem passenden Quartier, fanden auf Anhieb nicht das Richtige. Verschwitzt, hungrig und überdreht standen wir plötzlich vor dem Alten Zechhaus. Die Fahne Zimmer frei hing flatternd im Wind. Wir sahen neugierig durch die Glastür und entdeckten Auszeichnung A la carte – goldener Stern, Falstaff – goldene Gabel und eine Empfehlung vom Michelin.
Es wird doch nicht wohl das richtige für uns sein? Ein Blick in die Speisekarte und nichts wie rein in die gute Stube. Beim Eintritt, das Lokal war gut Besucht, die Atmosphäre war angenehm. Wir waren momentan in eine andere Welt gekommen. Der Wirt kam uns entgegen und bot uns einen soeben frei gewordenen Tisch an. Zum Speisen bitte, fragte er höflich mit einem Lächeln. Ich fragte erleichtert: Haben Sie vielleicht auch ein Zimmer für 2-3 Tage? Er hatte alles, was wir uns vorstellten. Ich erinnere mich, dass das Zimmer den Namen Sommertraum erhielt, es war ein Traum. Wir fragten gar nicht nach dem Preis und bezogen das Juwel. Machten uns frisch und begaben uns ins Restaurant.
Das Restaurant. Gewölbedecke, alter Ziegelboden, alte abgebeizte Möbel, Bilder-Lampen alles Juwele aus alter Zeit. Tolle Stimmung. Es war der alte Pfarrhof. Mittlerweile wissen wir ja alles, die Tochter des Hauses brachte nicht die Speisekarte sondern sie empfiehl. Wir entschieden uns für Alpenlachs roh, auf Limetten Oliven Marinade und Flour de sal Salz als Vorspeise. Als Hauptspeise konnten wir an dem Huchen im Ganzen gebraten von Küchenchefin Rosa nicht vorbei. Ausreichend für 2 Personen, vom Chef persönlich vorgelegt. Die Wangerl jeder eine. Die Beilage Ruccola Kartoffel und Blattsalat vom feinsten.
Die Weinempfehlung von Tochter Silvia war passend. Einen trockenen Riesling Federspiel 2008 vom Weingut Prager. Ein Huchen dieser Zubereitung ist ein unvergesslicher Genuss und er hätte noch größer sein können. Der Höhepunkt war das Dessert. Der Punkt auf dem i. Erdbeeren karamellisiert, mit Erdbeerbrand flambiert und auf Erdbeermark mit Wodka angerichtet. Wir hatten das in der Krone einige Tage vorher gelesen. Wir waren angenehm satt und konnten ohne Völlegefühl bestens schlafen. Ein nettes und interessantes Plauscherl mit den Wirtsleuten zum Ausklang war angebracht. Über die weiteren Tage werde ich Ihnen etwas später berichten.
Robert Wolf




























Ein Kommentar on "Drei Tage im alten Zechhaus"
Wir haben ein wunderbares Wochenende in der Wachau verbracht. Das Rieslingfest in Weissenkirchen war toll. Unser Quartier “Das alte Zechhaus” war super – unser Genießer-Zimmer dort war hervorragend – die nette Betreuung und die wunderbare Küche der Chefin sind ein Traum. Bei einer Flasche Wein haben wir den Aufenthalt bei den Roisl´s ausklingen lassen. Wir kommen bestimmt wieder.