Ich wurde am 12. April 1967 in Krems an der Donau geboren. Schon als kleiner Stöpsl hab ich meinem Opa servieren und in der Schank geholfen. Die Küche war nie meines. Nach der Volksschule in Weißenkirchen und der Hauptschule in Spitz hab ich mich für, die damals sehr junge, HLF in Krems entschlossen. Nicht ganz ohne Hintergedanken. In meiner Kindheit war ich ein begeisterter Fußballer. Diese Begeisterung wurde aber noch von Tennis übertroffen. Zum Leidwesen meiner Eltern verbrachte ich mehr Zeit am Tennisplatz, als bei meinen Hausübungen. Die Rache folgte auf dem Fuß. Nach einer Ehrenrunde in der HLF und noch mehr schulischen Frust beschloß ich mir eine Lehrstelle zu suchen. Beim Ruinenheurigen in Hollenburg, direkt oberhalb der Donau, machte ich dann meine Ausbildung fertig.
Da ich zu Hause gebraucht wurde, kehrte ich anschließend in den elterlichen Betrieb zurück. Da meine Großeltern und Eltern den Donauwirt schon in 2. bzw. in 3. Generation führten, waren alle sehr froh noch zwei arbeitende Hände im Betrieb zu haben. 1986 wurde meine Tochter geboren. Nachdem ich meinen Eltern 1989 mitteilte nach Tirol arbeiten zu gehen, war ihre Angst, dass ich nicht mehr zurück in den Betrieb komme groß, und sie machten mir das Angebot den Donauwirt zu übernehmen.
Am 1. Jänner 1990 war es dann so weit – junger stolzer Besitzer (mit 23 Jahren), eines uralten Hauses. Eigentlich wußte ich überhaupt nicht, was auf mich zukommt. Umbauen war angesagt. In einem Haus, in dem über 50 Jahre (!) nichts Gravierendes passiert ist. Es war, und ist nach wie vor, ein mühsames Unterfangen ein fast 500 Jahre altes Haus in Schuß zu bringen und zu halten.
Im Dezember 1990 haben meine Frau Maria und ich geheiratet. Nach der Eröffnung im April 1991 hat mich das Hochwasser auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, dass 2002 die totale Katastrophe folgen sollte, wußte ja damals noch keiner. Im November 1991 gaben Maria und ich uns in der Pfarrkirche Weißenkirchen noch einmal das Ja-Wort. Genau neun Monate und fünf Tage später, wurde unser gemeinsamer Sohn Michael geboren.
Im Hotel Donauwirt bin ich der Leiter des Services und auch für die Gästebetreuung, an der Rezeption, bin meist ich zuständig. Die Küche wird von meiner Frau „geschupft“, die auch den Schriftverkehr erledigt. Der Donauwirt hat sich in den letzten 19 Jahren gemausert – vom Ausflugswirthaus zum gediegenen Gasthof mit einer Haube, doch unsere Wurzeln verleugnen weder meine Frau noch ich. Meine berufliche Liebe gehört dem Wein. Vor allem dem Wachauer Weißwein und den österreichischen sowie auch den italienischen Rotweinen. Während der Wintersperre 1998/99 erfüllte ich mir mit der Adaption unseres uralten Weinkellers (aus 1523) einen Traum. Den baute ich, gemeinsam mit einem Bekannten um.
Mit meiner kostbaren privaten Zeit verfahre ich so wie meine Frau. Im Sommer verbringe ich sie am liebsten in Ruhe und mit lieben Freunden! Wenn´s die Zeit erlaubt und der SK Rapid an einem Mittwoch in Wien spielt, fahr ich zu einem Fußballmatch. Das ist Entspannung. Ich unternehme auch gern Ausflüge mit unserem Sohn Michael, der leider dem Fußball überhaupt nichts abgewinnen kann.
Während der Betriebssperre würde ich am liebsten nur reisen. Städtereisen liebe ich besonders. Zum Schifahren geht’s auf die Turracher Höhe oder nach Südtirol. Für heuer kann´s sein, dass wir dies aber  streichen und einmal einen Sommerurlaub im Winter machen. Eine Wunschreise wäre eine Antarktiskreuzfahrt. Da muß ich aber noch ein paar Jahre sparen und bei meiner Frau große Überzeugungsarbeit leisten.









