Herbst in der Wachau

Verfasst von on 15. Oktober 2010 in Wissenswertes - Keine Kommentare
Herbst in der Wachau

Herbst in der Wachau

Der Herbst in der Wachau wird mit diesem Gedicht von Eduard Mörike so treffend beschrieben, dass man fast annehmen könnte, der Dichter hat es hier geschrieben.

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

So ergeht es dem Herbst–Urlauber in der Wachau. In der Früh ziehen groteske Nebelschwaden über die Donau, die dem ganzen einen leicht mystischen Touch geben. Wachauliebhaber kommen regelmäßig ins Schwärmen. Doch wenn dann am frühen Vormittag die Sonne wieder Oberhand bekommt, dann erstrahlen die herbstlichen Farben – dann versteht man den Ausdruck vom „Goldenen Herbst“. Mit den ersten kühlen Nächten beginnt sich das Laub der Weingärten zu färben – von gelb bis dunkelrot leuchten die Weinberge an der Donau. Die Wachau ist sicher eine der schönsten Landschaften die es in Österreich gibt. Jede Jahreszeit hat ihren besonderen Reiz in der Wachau, doch der Herbst zeigt sich hier in beeindruckender Schönheit.

Herbstzeit ist Lesezeit in der Wachau

Emsige Betriebsamkeit herrscht in den Weinbergen rund um die Winzerorte. In den Weingärten wird geprüft und gekostet – wenn dann der Winzer seine Zustimmung gibt, werden die Trauben von den Stöcken geschnitten. Unzählige Winzerfamilien und Erntehelfer sorgen dafür, dass der „Heurige“ in die Fässer kommt. Natürlich sorgfältig selektiert – so wie es im Regelwerk der „Vinea Wachau“ verankert ist. Nur das beste Traubenmaterial wird für die Wachauer Spitzenweine verarbeitet. Bei dem einen oder anderen Winzer kann man schon Sturm kosten. Aber vorsichtig – es kann sein, dass die Verdauung auf dieses Getränk sehr geregt reagiert.

Der Herbst ist natürlich auch die Zeit nochmals die Wanderschuhe zu schnüren und die Wachau von den unzähligen Wanderwegen aus zu erforschen und zu genießen. Es ist immer wieder eine Freude die bunte Pracht des verfärbten Laubes anzusehen. Ob es nun das Weingartenlaub oder der am Südufer liegende Dunkelsteiner Wald mit seinen Mischwaldhängen ist, es ist jedes Mal eine Augenweide. Weiters begegnen Ihnen auf Ihrer Fußreise kleinere und größere Kulturgüter, Denkmäler und Sehenswürdigkeiten.

Über den Autor

Ein herzliches „Grüß Gott“. Mein Name ist Maria Rosenberger und seit über zwanzig Jahren bin ich die Donauwirtin in Weißenkirchen in der Wachau. Bei uns im Haus bin ich nicht nur Gastgeberin, sondern auch Küchenchefin unseres Restaurants.

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