Wenn man die gesamte Pracht und Schönheit der Wachau entdecken will, darf man keinen Abschnitt des 30 km langen und weltberühmten Donautals verpassen. Dies geschieht am besten bei einer Fahrt mit einem Donauschiff. Während man gemütlich an Deck sitzt, zieht die herrliche Landschaft der Weltkulturerberegion mit kleinen Orten, Weinbergen und imposanten Bauwerken vorbei.
Wachau – weltberühmte 30 km
Die Wachau reicht geografisch von Krems bis Melk. Begrenzt von den imposanten Bauwerken Stift Göttweig im Osten und Stift Melk im Westen. Die Schifffahrt beginnt in Krems-Stein, dennoch darf man vorab eine Besichtigung der Altstadt von Krems nicht verpassen. Vom Steinertor bis zum Simandlbrunnen schlendert man durch die Fußgängerzone, vorbei an wunderschön renovierten Häusern aus längst vergangenen Zeiten.
Nicht versäumen darf man auch den Besuch der Piaristenkirche, die oberhalb der Altstadt von Krems thront. Hier befinden sich auch mehrere Werke des berühmten Malers Martin Johann Schmidt (Kremser-Schmidt). In den verwinkelten Gassen ist so manches bauliche Juwel wie das Sgraffito-Haus mit seiner bildreichen Fassade oder die Gozzoburg zu entdecken.
Der Stadtteil Stein lädt ebenfalls zu einem Spaziergang ein, bevor man an Bord des Donauschiffs geht. In Stein befindet sich auch das ehemalige Wohnhaus des berühmten Barockmalers Martin Johann Schmidt (1718 – 1801). Der Meister des spätbarocken Altarbilds hat in der Wachau unzählige schöne Gemälde hinterlassen.
Dürnstein – bekanntes Städtchen in der Wachau
Der nächste Stopp ist das kleine Städtchen Dürnstein, das alljährlich viele Tausende Besucher anzieht. Eine kurze Wanderung auf die Ruine (erbaut 1140 – 1145), auf der einst Richard Löwenherz gefangen gehalten wurde, lohnt sich schon alleine wegen der unbeschreiblichen Aussicht auf Dürnstein und die Donau. Auch das Stift mit dem bekannten blauen Turm ist ein Highlight.
Weißenkirchen in der Wachau
In der romantischen Marktgemeinde Weißenkirchen in der Wachau, die die Ortsteile Joching, Wösendorf und St. Michael umfasst, sind ebenfalls viele alte, wunderschön renovierte Häuser zu besichtigen. Auch ein Besuch der Wehrkirche von Weißenkirchen, die man über einen überdachten Stiegenaufgang erreicht, ist ein Muss. Teil der Befestigungsanlage der Wehrkirche ist der 1542 erbaute Teisenhoferhof. In dem Arkadenhof finden Weinfeste, Feiern, Weinverkostungen sowie im Sommer die Weißenkirchner Komödienspiele statt. Im Ortsteil St. Michael steht eine der ältesten Kirchen des Donautals (Ende 10. Jhd.), deren gotischen Karner man noch heute besichtigen kann. Dort sorgt ein aus Totenköpfen aufgebauter Altar für Gänsehaut. Die Kirche ist geprägt von Wehrbauten gegen die Türken.
In der Weinbaugemeinde Spitz lohnt ein Besuch der Pfarrkirche mit dem schönen Marktplatz. Der Ort umgibt den rebenbewachsenen Tausendeimerberg. Im Barockbau Erlahof ist heute das Schifffahrtsmuseum untergebracht.
Am linken Donauufer passiert man die Burgruine Aggstein, hoch oben am Berg gelegen, sowie das Servitenkloster und das Schloss Schönbühel. Die westliche Begrenzung bildet das Stift Melk. Auf einem 57 Meter hohen, steilen Bergrücken thront das Stift als markanter Punkt über der Donau. Dass dieser Bergrücken bereits früh besiedelt war, beweisen Funde aus der Steinzeit, der Bronze- und der Eisenzeit. Die Bibliothek des Stifts mit unschätzbar wertvollen Büchern sowie die imposante Stiftkirche begeistern alljährlich tausende Besucher aus aller Welt. Wer am Ende der Schifffahrt durch die Wachau noch einen lohnenswerten Abstecher ins Hinterland des Nibelungengaus machen will, der sollte in den Wallfahrtsort Maria Taferl fahren. Unvergessliche Aussicht ist garantiert!


























